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Handtaschen selber nähen – Anleitung Tipps und Tricks

Welche Frau kennt die Problematik nicht, in den Handtaschen, die es langläufig zu kaufen gibt, ganz gleich ob groß oder klein, scheint der Tascheninhalt in jeder Lebenssituation unauffindbar. Man kramt und kramt, dreht die Handtasche schließlich auf den Kopf und entleert den Inhalt auf den Tisch, nur um endlich das Gewünschte zu finden. Damit ist jetzt Schluss, denn Geübte nähen ihre Handtaschen einfach selbst http://www.youtube.com/watch?v=C2Lh-jI8AAo und zwar genau nach persönlichem Bedarf und individueller Maßgabe.

Utensilien die man zum Selbernähen einer Handtasche benötigt

Den passenden Stoff, ggf. weitere Materialien zum Fertigen des Taschenhenkels oder Umhänge-Gurts, ein Blatt Papier zum Anzeichnen des Schnittmusters, einen Stift zum Anzeichnen, ein Geodreieck oder ein Lineal, Papier- und Stoffschere, Stecknadeln, Garn, ggf. Knöpfe, Pailletten, Kordeln, Nieten, Aufnähmotive oder ähnliche Applikationen, Bügeleisen und natürlich eine Nähmaschine.

Vorgehensweise Schritt für Schritt

Auf dem Papier zeichnet man mit dem Stift zunächst das Schnittmuster für die spätere Tasche auf. Die Form und die Maße der Handtasche denkt man sich entweder selbst aus oder entnimmt sie entsprechenden Schnittmustern, die man im Internet oder in gängigen Handarbeitsmagazinen findet. Man kann solche vorgefertigten Maße natürlich ganz individuell abändern. Da gibt es Schnittmuster für große oder kleine, für vier- oder rechteckige, ovale oder runde Handtaschen, http://www.youtube.com/watch?v=6AqmLpgf-6A für Schulter- oder Samttaschen, für japanische Knotentaschen oder Kronenbeutel und sogar für eine Stoffclutch gänzlich ohne Trage- oder Umhängegurte.

Man schneidet das Schnittmuster aus, legt es auf den späteren, doppelt gelegten Taschenstoff, fixiert es dort mit Stecknadeln und schneidet das Taschenmaß somit gleich zweifach mit Vorder- und Rückseite der Tasche aus. Der Stoffbruch entspricht später dem Taschenboden und man erspart sich eine weitere Naht. Diejenigen Stoffseiten, die später die Außenseite der Tasche bilden, werden auf links gelegt, das heißt, mit der schöneren Seite nach unten.

Damit die Handtasche die gewünschte Größe auch nach dem Nähen noch hat, müssen Sie an den Seitennähten jeweils 1 cm Nahtzugabe mit einrechnen. Das entspricht genau der Breite des Nähmaschinen-Füßchens, so dass man dieses einfach an der angezeichneten Außenlinie auf dem Stoff ansetzt. Die linken und rechten Seiten der Tasche werden jetzt zugenäht. Sie sollten den Anfang und das Ende der Naht mehrfach vernähen, damit sie sich an diesen Endpunkten später nicht auflösen kann. An der oberen Kante gibt man etwa 4 cm an Stoff für die spätere Umschlagkante zu.

Die Tasche hat jetzt einen Boden und zwei Seitennähte, oben ist sie offen und an dieser Taschenöffnung wird der Stoff umgekrempelt, man klappt und bügelt die obere Kante mit der Nahtzugabe von ca. 4 cm um, damit sie nicht ausfransen kann. Am besten näht man diese Stoffkante von innen zusätzlich fest.
Dasselbe macht man mit den Henkeln. Maß nehmen, aufzeichnen, ausschneiden, den Stoffstreifen der Länge nach doppelt falten, in Form bügeln und die offene Seite zunähen. Die fertigen Henkel werden jetzt an der Oberseite der Tasche festgenäht. Es empfiehlt sich, sie mit einem Abstand von 5 cm zum Taschenrand beidseitig festzunähen.

Jetzt kann man beliebig Täschchen mit und ohne Reißverschluss oder Knopf, Einsteckschlitze und das Handyfach ins Innere oder an die Außenseite der Tasche nähen, um alles geordnet und praktisch unterbringen zu können. Fertig ist der selbstgenähte Handtaschentraum!

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