Trockenshampoo – Anwendung und Tipps

Jeder kennt es. Die Nacht war viel zu kurz und die Zeit morgens vor der Arbeit ist knapp bemessen. Da bleibt oftmals keine Gelegenheit mehr, um sich die Haare zu waschen, zu föhnen und zurecht zu machen. Ein Trockenshampoo ist dann ein kleiner Helfer in der Not.

Schnell und effektiv

Trockenshampoos existieren seit langer Zeit. In den frühen Jahren dieses Mittels, hinterließen sie allerdings einen auffälligen, unschönen grauen Schleier auf dem Haar, welcher besonders auf dunklem Untergrund stark auffiel. Außerdem ließ sich das Produkt nicht gut ausbürsten und die Haare wirkten vielmehr verfilzt, als frisch gewaschen. Mit den Jahren hat sich das Trockenshampoo jedoch einen Namen gemacht. Spezielle Pflegestoffe für verschiedene Haarstrukturen und Bedürfnisse sowie unterschiedliche Nuancen, lassen die Haare nicht nur voluminöser und griffiger werden, sondern ebenso gesund glänzen.

Trockenshampoo wirkt

Im Laufe des Tages verliert das Haar an Sprungkraft und Volumen. Die Talgproduktion lässt die Kopfhaut schnell fettig werden und die Haare kleben förmlich am Kopf. Oft kann dieses Bild nicht einmal mehr durch einen strengen Zopf verbessert werden, da das Haar in den spitzen eine auffällig andere Struktur aufweist. Der abgelagerte Talg kann durch ein Trockenshampoo aufgesaugt werden. Dieses enthält Silicat und eine Stärke-Mischung. Einige enthalten sogar Alkohol, um den Talg noch effizienter aufzusaugen. Dieser Bestandteil sollte allerdings nicht von Menschen mit empfindlicher Kopfhaut benutzt werden. Die Idee des Trockenshampoos und seine Wirkungsweise stammt von einer Art des “Haarewaschens” in der Wüste. Völker, die oft mehrere Tage in der Wüste auf der Suche nach einer Wasserstelle waren, benutzten Sand (Silicat), um die fettige Kopfhaut zu reinigen und den Haaren mehr Ästhetik zu verleihen. Dieses Prinzip wird bei einem Trockenshampoo ebenfalls angewendet. Natürlich ist es kein Ersatz für eine richtige Haarwäsche, doch eine mehrmalige Anwendung schadet dem Haar nicht. Wer kein Trockenshampoo zur Hand hat, kann zur Not Babypuder oder sogar Backpulver benutzen.

Trocken shampoonieren – Tipps und Tricks

Die Anwendung des Trockenshampoos ist gut umsetzbar. Die Flasche sollte vor jeder Anwendung geschüttelt werden. Ein Kamm könnte eine Einteilung der Haare vereinfachen, ist aber nicht zwangsläufig notwendig. Nehmen Sie sich eine Haarpartie und sprühen Sie im Abstand von 20 Zentimetern das Trockenshampoo nah an den Haaransatz. Dies wiederholen Sie an den gewünschten Stellen, wie zum Beispiel am Haarkranz, hinter den Ohren und am Scheitel. Anschließend warten Sie etwa drei bis vier Minuten, um das Shampoo einwirken zu lassen. Nun wird es gründlich einmassiert und mit einer Haarbürste sorgfältig ausgekämmt, um unliebsame Effekte oder Schliere zu vermeiden. Die Reihenfolge von Massieren und Bürsten ergibt unterschiedliche Effekte. Bürsten Sie die Haare vor der Massage, werden die Haare voluminöser. Werden die Haare zum Schluss gebürstet, erhalten sie mehr Glanz. Ein weiterer Tipp: Weniger Produkt zu benutzen, hält weiße Überreste fern. Die Griffigkeit der Haarstruktur ermöglicht nicht nur offenes Haar, sondern schafft die Voraussetzung für viele verschiedene Frisuren.
Das Trockenshampoo hat längst seinen ehemals negativen Ruf abgelegt und kann sich auf dem großen Markt der Haarpflegeprodukte behaupten. Wer es also in Zukunft eilig hat, kann ruhig auch mal zu einem Trockenshampoo greifen.

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