Das Sakko Die wichtigsten Bestandteile

Für ein ungeübtes Auge sehen alle Sakkos gleich aus. Es gibt nur Wenige, die die verschiedenen Arten eines Sakkos und dessen Innenaufbau beurteilen können. Dabei ist gerade das Innenleben des Sakkos so wichtig für die Qualität der sichtbaren Bestandteile. Als Bekleidungsstück in der Herrenoberbekleidung ist das Sakko nicht mehr wegzudenken. Es ist durchgehend geschnitten. Eigentlich handelt es sich beim Sakko um eine Jacke, die mit Knöpfen auf der vorderen Seite verschlossen wird. In seinem Aussehen erinnert das Sakko an ein Hemd mit seinem weit nach unten hin gezogenen Revers. Klassisch wird das Sakko als Einreiher oder als Zweireiher von den Herren getragen

Hier geht es um Kragen, Revers und Brusttasche

Rund um den Hals herum verläuft der Kragen. Dieser ist mit dem Revers verbunden über eine Crochetnaht oder nach unten zeigende Spiegelnaht. Revers wird das vordere umgeschlagene Stück des Sakkos genannt. Wenn die Endpunkte des Revers nach unten zeigen, spricht man von einem fallenden Revers. Zeigen sie jedoch nach oben, dann wird von einem steigenden Revers gesprochen. Als ­nächstes Bestandteil eines Sakkos ist dort die Brusttasche. Hier hat das Einstecktuch seinen Platz. Es gibt verschiedene Formen für die Brusttasche. Einmal die Leistentasche oder die Paspeltasche. Das Tuch darin wir klassisch zum Dreieck oder elegant als Krone gefaltet.

Untertritt und Obertritt ergänzen sich

Oberhalb der Seitentaschenklappen oder den Säumen befindet sich ein längs gefalteter Streifen, der Paspel genannt wird. Sakkos gibt es mit einer Patte oder einer Klappe an den Seitentaschen. Eine Klappe deckt die Tasche ab. Fehlt diese, dann befindet sich stattdessen dort ein breiter, doppelter Besatzstreifen. Das ist dann die Patte. Mit Untertritt wird am Sakko die untere Kante der Sakkofront bezeichnet. Hier sind die Knöpfe zu finden, um das Sakko zu schließen. Das Gegenteil davon ist auch gleich das Gegenüber. Eben der Teil der Sakkofront, der oben liegt und somit auch Obertritt heißt. Auf diesem befinden sich die Knopflöcher.

Ärmelsaum und Saumabstich schützen den Stoff

Aus dem Ober- und dem Unterärmel bildet sich oft für ein Sakko typischer Kugelärmel. Die beiden Ärmelteile sind durch Nähte im vorderen Bereich und zusätzlich am Ellenbogen miteinander vernäht. Am unteren Ärmelende befindet sich eine umgenähte Stoffkante. Diese bildet den Ärmelsaum. Der Saumabstich wird an den Enden von Untertritt und Obertritt gefunden. Diese Enden können abgerundet, eckig oder auch angeschnitten sein.

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